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Was ist ein Stressed Exit?

Mit dem Begriff „Stressed Exit“ wird die plötzliche Beendigung einer Outsourcing-Vereinbarung bezeichnet, wenn diese auf den Ausfall oder die Insolvenz eines Dienstleisters zurückzuführen ist. Ein „Non-Stressed Exit“ hingegen ist ein eher geplanter, kontrollierter Rückzug aus einer Vereinbarung, der strategische, geschäftliche oder Leistungsgründe haben kann.

Obgleich Stressed Exits und Non-Stressed Exits bei allen Outsourcing-Vereinbarungen mit Dritten auftreten können, beziehen sich die Begriffe in der Regel auf größere Outsourcing-Vereinbarungen, bei denen der Dienstleister eine kritische Bedeutung für das Hauptgeschäft einer Organisation hat.

Stressed Exits und die Cloud

Der Wandel hin zur cloudbasierten Infrastruktur führt dazu, dass Unternehmen aus Sorge vor einer zu starken Abhängigkeit von Cloud-Dienstleistern und schwerwiegenden Betriebsstörungen und -unterbrechungen im Falle eines Stressed Exit, also eines Notfallausstiegs aus der Cloud, zunehmend ihre Outsourcing-Vereinbarungen hinterfragen und überprüfen.

Die Folgen eines Stressed Exit abfangen

Vorbereitungen zum Umgang mit (Stressed) Exits sind ein wesentlicher Teil der Plan für die Geschäftskontinuität (Business Continuity Plan, BCP) mit dem Ziel der operativen Widerstandsfähigkeit (Operational Resilience) einer Organisation. Die Fähigkeit, plötzliche ungeplante Unterbrechungen so aufzufangen, dass sie die wichtigsten Abläufe nicht beeinträchtigen, ist von wesentlicher Bedeutung, um finanzielle Verluste oder eine Rufschädigung zu verhindern.

Im regulierten Umfeld, beispielsweise für Banken, sind Pläne für die Geschäftskontinuität bereits Teil behördlicher Vorgaben. So kann es zu Strafen durch Aufsichtsbehörden kommen, wenn Notfallpläne nicht hinreichend dokumentiert und getestet sind.

Vorbereitet für den eventuellen Notfallausstieg aus der Cloud (Stressed Exit) – was empfiehlt Teradata?

Eine zukunftssichere Cloud-Strategie erfordert einen ganz neuen Ansatz. Eine geschäftskritische Infrastruktur aus Hybrid- und Multi-Cloud kann einen Beitrag zu mehr Operational Resilience (operativer Resilienz) leisten, wenn bei der Entscheidung für die Infrastruktur Agilität, Flexibilität und Alternativen berücksichtigt werden.