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Teradata erhebt Klage gegen SAP

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20. Juni 2018 | Munich

Vorwurf der jahrzehntelangen Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen, Verstoß gegen das Urheberrecht und Kartellrechtsverstöße durch SAP

SAP entwickelte und veröffentlichte SAP HANA, indem es Teradata´s  geistiges Eigentum veruntreute
 

Die Klage wurde in dem U.S. District Court des Northern District of California eingereicht
 
MÜNCHEN – 20. Juni 2018Teradata (NYSE: TDC), führender Anbieter von cloudbasierten Daten- und Datenanalyselösungen, erhebt heute wegen der Veruntreuung von Geschäftsgeheimnissen, wegen des Verstoßes gegen das Urheberrecht und wegen Kartellrechtsverstößen Klage gegen SAP SE, SAP America, Inc. und SAP Labs, LLC (zusammengefasst als SAP). Die Klage wurde in dem U.S. District Court des Northern District of California eingereicht.
 
Teradata äußert sich wie folgt:
 
Teradata wirft SAP vor, in einem Zeitraum von einem Jahrzehnt, wettbewerbswidrig mit Teradata und gleichermaßen seinen Kunden umgegangen zu sein. SAP köderte Teradata mit einem angeblichen Joint Venture, um Zugang zu Teradata´s  wertvollem geistigen Eigentum zu erhalten. Dabei war es SAP’s Ziel, an Teradata´s Geschäftsgeheimnisse zu gelangen, welche über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten entwickelt wurden, um diese schnell zu nutzen und ein Konkurrenzprodukt – wenn auch ein minderwertiges – zu entwickeln und am Markt anzubieten. Dieses Produkt ist SAP HANA. Kurz vor der Veröffentlichung von SAP HANA kündigte SAP die Partnerschaft mit Teradata kurzfristig auf. Seither versucht SAP, seine Kunden in die ausschließliche Nutzung von HANA zu drängen und Teradata zu verdrängen.
 
Teradata unterstützt Wettbewerb und Innovation im Daten- und Datenanalysemarkt. SAP’s Verhalten ist allerdings weder wettbewerbsorientiert noch innovativ. Wir glauben, dass rechtliche Schritte gegen SAP notwendig sind, um unsere Rechte und die Interessen unserer Aktionäre und aller anderen Interessensvertreter, inklusive unserer Kunden, zu schützen.
 
Teradata strebt eine Unterlassungsklage gegen SAP an, die SAP’s illegales Verhalten stoppt. Des Weiteren verfolgt Teradata eine Wiedergutmachung der entstandenen Schäden, welche das Gericht als angemessen erachtet.
 
Details zum Vorwurf
 
  • Dieser Vorwurf richtet sich gegen das wettbewerbsschädliche Verhalten von SAP gegenüber Teradata. Mindestens über ein Jahrzehnt nutzte SAP seine starke Position im Bereich Enterprise Resouce Planning (ERP), um Zugang zum Enterprise Data Analytics- und Warehousing (EDAW)-Markt zu erhalten. Ziel war es, in diesem Markt schnell Marktanteile zu gewinnen, wo das Unternehmen zuvor praktisch keine Relevanz hatte.

    SAP startete seine Strategie 2008. SAP nutzte seine Position im ERP-Markt dazu, Teradata in ein angebliches Joint Venture zu locken, um dadurch auf Teradata´s wertvolles geistiges Eigentum zugreifen zu können.
     
  • Ziel des Joint Venture war es – ein vorgeschobenes Ziel seitens SAP, wie Teradata heute weiß – SAP’s ERP-Lösung und das Business Warehouse Reporting Tool (SAP BW) mit Teradata´s führender „massiv parallel processing“ (MPP)-Architektur für EDAW zu verbinden.
     
  • SAP stahl im Rahmen dieser Zusammenarbeit Teradata´s Geschäftsgeheimnisse (welche Teradata über vier Jahrzehnte im EDAW-Umfeld entwickelte) und nutzte die Informationen, um schnell ein wettbewerbsfähiges (wenn auch ein minderwertigeres) Produkt zu entwickeln und auf dem Markt anzubieten: SAP HANA.
     
  • Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des neuen Produktes kündigte SAP umgehend das Joint Venture mit Teradata auf. Seit diesem Zeitpunkt drängt SAP seine Kunden dazu,  ausschließlich HANA zu nutzen und versucht, Teradata zu verdrängen. Kunden, die ihre bestehenden ERP-Anwendungen erneuern oder erweitern wollen, werden gezwungen, auf HANA zu migrieren, um die Aktualisierung durchführen zu können.
 
  • Zusätzlich hat SAP damit begonnen, Teradata-Systemen den Zugriff auf Daten, die Kunden in SAP-Systemen vorhalten, signifikant zu erschweren.
 
  • Durch dieses Verhalten hat SAP ganz bewusst versucht, seinen großen existierenden ERP- Kundenstamm zum Nachteil von Teradata und seinen Kunden zu nutzen. Aufgrund der extrem hohen Kosten bei dem Wechsel eines ERP-Anbieters sind SAP’s ERP-Kunden somit effektiv in SAP’s ERP-Anwendungen eingesperrt. Nun versucht SAP, seine Kunden auch im EDAW-Markt mit SAP HANA einzusperren.
 
  • SAP hätte nie so schnell HANA entwickeln und vermarkten können, wenn SAP nicht Geschäftsgeheimnisse von Teradata gestohlen hätte. Nun, da SAP das gewonnene Wissen des Diebstahls und seine Marktposition im Bereich der ERP-Anwendungen nutzt, versucht SAP, Teradata aus dem EDAW-Markt zu verdrängen und Teradata die Möglichkeit zu nehmen, seine Lösungen an die größten Unternehmen der Welt zu vermarkten.
 
Die Klageschrift ist auf der Webseite des United States District Court for the Northern District of California einsehbar: https://cand.uscourts.gov/home.
 
Die Klageschrift ist zudem auf der Teradata Webseite abrufbar: https://assets.teradata.com/News/2018/2018-06-19-Complaint.pdf
 
Das Anwaltbüro Morrison & Foerster LLP vertritt Teradata in dieser Angelegenheit.
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